Pressestimmen


Zwischen Zerstörung und Neuanfang" (Wie liegt die Stadt so wüst)

"[...] Im ersten Teil der Motette breitet der Chor bei perfekter Homogenität der Stimmen in langsamen Wogen einen düsteren Klangteppich in f-Moll unter der großen Kuppel von St. Ludwig aus. Gemischt stehend (statt nach Stimmgruppen sortiert) erzeugt der Chor einen höchst geschlossenen Gesamtklang, dem sogar die sonst so schwierige, hallige Akustik der runden Kirche zugute kommt.
Filigran intoniert das Ensemble den in Des-Dur leuchtenden Mittelteil, wenn es um die Hoffnung auf Gott geht, um am Ende der Resignation wieder in der Ausgangstonart f-Moll Raum zu lassen.
[...] Auf beeindruckende Art und Weise verstehen es Sandau, die hervorragenden Chorsolisten sowie das gesamte Ensemble, mit lupenreiner Intonation und sehr guter Textverständlichkeit jedem Werk die ihm eigene Klangart zu verleihen."
Stefanie Steinert (DE 11.05.2015)



Von der Hölle zum Paradies (Sinfonie zu Dantes "Divina commedia")

„[...] Als Apotheose trotz der insgesamt zurückgenommenen Klanglichkeit wirkte das abschließende Magnificat, auch dank der sauberen Intonation durch die unsichtbaren Damen des Musikvereins und des Vokalensembles Darmstadt, die durch Ines Kaun als Subdirigentin sicher geführt wurden. Die harmonischen Rückungen, mit denen dieses Magnificat zum „Hallelujah" und damit zum leise verhallenden H-Dur-Schluss hinstrebt, machten die besondere, fast sakrale Stimmung aus, mit der diese große Lisztsche Programmsinfonie sich abrundet. Es gab im Sonntagskonzert lange anhaltenden Beifall für den Dirigenten, das Orchester und die etwa dreißig Damen des Frauenchores."
Klaus Trapp (DE 19.01.2015)


Österliche Klänge (Jauchzet dem Herrn, alle Welt)
„Einen besonderen Akzent setzte die Uraufführung einer Psalmvertonung für Chor und Orgel, geschrieben von der 1979 geborenen Komponistin Nicola Termöhlen. Sie lässt die Sänger von allen Seiten der Kirche her singend und sprechend allmählich zusammentreffen, um mit „Zungen voll Jubel" den Text zu verkünden: „Die mit Tränen säen, werden Jubel ernten."
[...] Choralvorspiele und -Sätze von Bach und seinem Sohn Carl Philipp Emanuel leiteten über zum Höhepunkt des Konzerts, der Motette „Lobet den Herrn, alle Heiden" BWV 230 von Johann Sebastian Bach. Das Vocalensemble erfüllte diese groß angelegte Vertonung des 117. Psalms in ihrer Bildhaftigkeit und kontrapunktischen Durchdringung mit starker Spannung und klanglicher Differenzierung."

Klaus Trapp (DE 27.05.2014)


Aber was wird aus mir (Mozart-Requiem)
„[...]. Der offizielle liturgische Text werde hier „zu persönlichster aufwühlender Auseinandersetzung", erklärte Nikolaus Harnoncourt einmal. Genau das bringen Chor, Orchester und Solisten an diesem Abend in Darmstadt zur Entfaltung.
Mit großen Schwüngen leitet Kantor Jorin Sandau alle Beteiligten durch das Werk, bringt die ungeheure Dynamik und Spannung zur Geltung, ohne die Effekte übermäßig auszuspielen. Ahnungsvoll rollen die Bassfiguren im „Confutatis", wenn die Verdammten schon mal einen Blick aufs Höllenfeuer werfen dürfen; anmutig und berührend klingt das „Voca me" der Sopranstimmen, die um himmlische Gnade flehen. Man möchte mit Harnoncourt den im Sterben liegenden Mozart selbst heraushören, der in dieser Musik seine letzten Gedanken ausdrückt: „Der Tod trifft jeden einmal - aber was wird aus mir? [...]"

Thomas Wolff (DE 04.11.2013)

Schön vergänglich (Schönheit, Engel & Herbst)

"Sandau gelang, sehr auf dynamische Differenzierung bedacht, eine eindrucksvolle Interpretation der Chorsätze. Der Chorklang war rein, ohne Intonationstrübung und sprachlich präsent. Die Pastoralreferentin Elisabeth Prügger-Schnitzer rezitierte mit sanfter Diktion zwischen den verschiedenen Chorsätzen Novalis, Rilke, George, Eichendorff und Hesse. Die Mischung war gelungen. [...] Das musikalisch-literarische Erlebnis berührte die Zuschauer sichtlich."
Dorothea Buchmann-Ehrle (DE 01.10.2012)

Der Tod kommt mit Trommelwirbel (Graner Festmesse)
„Weil sich der Chorklang nie über Gebühr verdickt, hat das Publikum um so mehr von den anderen Bestimmungsfaktoren guten Gesangs: Zum zuverlässigen Orchester glänzt das Vocalensemble Darmstadt mit Sauberkeit und herausragender Aussprache. Auf diesem sicheren Fundament stellen sich die gewünschten Überwältigungen ein."
Christian Knatz (DE 23.05.2011)

Liszts Leidensweg (Via crucis)
„Liszts selten aufgeführte „Via crucis" zeichnet die Passionsgeschichte Christi nach. Dramatisch untermalte die Orgel mit Solisten und Chor das Urteil, das Tragen des Kreuzes samt der drei Stürze, die Begegnung mit der Gottesmutter und den Tod am Kreuz bis zur Grablege des Leichnams."
Marc Mandel (DE 11.04.2011)

Deutlichkeit und beste Intonation (Canticum canticorum)
„Was das Vocalensemble Darmstadt auszeichnet, ist die Fähigkeit zu höchster Deutlichkeit in der Aussprache, zu einer überzeugenden Intonation und zu einem sehr guten Reagieren auf das Dirigat seines Leiters."
Johannes Mundry (Hessische Niedersächsische Allgemeine, xx.10.2010)

Lied der Lieder (Canticum canticorum)
„Bei klarer Intonation und gefühlvoller Abstimmung der Gesangspartien wusste Andreas Boltz auch dieses Mal mit seinem Vocalensemble Darmstadt zu überzeugen. [...]Ein Höhepunkt war das »Lobpreis der Liebe« des Norwegers Knut Nystedt, in dem er die Periodik der gregorianischen Musik mit experimentellen Klangeffekten verknüpfte."
Christian Chur (DE 04.10.2010)

Volkes starke Stimme (Elias)
„Am wichtigsten [...] ist freilich der Chor, der mit bekannt guter Stimmqualität auftrat. Andreas Boltz setzte in seiner Interpretation vor allem auf die gewaltige Wirkung der Masse des Volkes [...]. Der Chor ging dabei dynamisch an seine Grenzen, ohne sie zu überschreiten. Für die Qualität sprachen die von einzelnen Mitgliedern solistisch gesungenen Stücke ,,Hebe deine Augen auf" und ,,Heilig, heilig, heilig"."
Susanne Döring (DE 07.06.2010)

Höchstmaß an Stimmsicherheit (Elias)
„Die gemischte Aufstellung des Ensembles forderte [...] ein Höchstmaß an Stimmsicherheit wie Konzentration und begünstigte somit einen satten, äußerst homogenen Klang."
Jan-Geert Wolff (Wiesbadener Tagblatt, 08.06.2010)

Rufe aus dem Dunkel (Tenebrae)
„Der etwa 30 Mitglieder zählende Chor beeindruckte durch die Sauberkeit des Singens, durch die Balance zwischen den Stimmen und die Gestaltungskraft, die Boltz mit seinem suggestiven Dirigat förderte. [...] Es gab starken, lang anhaltenden Beifall für den Dirigenten und das Ensemble."
Klaus Trapp (DE, 19.03.2009)

An der Grenze zum Schweigen (Bruckner)
„...sorgfältigen Balance der Stimmen und der spannungsreichen Gestaltung der Melodiebögen..."
Klaus Trapp (DE, 16.06.2008)